8-Kanal Multiswitch Decoder

Art.-Nr. MSD-8

8K Multiswitch Decoder CE-Zeichen

Bitte lesen Sie diese Anleitung vollständig und sorgfältig durch, bevor Sie das Modul in Betrieb nehmen.

Sicherheitshinweise

  • Das Modul darf nicht an Netzspannung (230 V) betrieben werden. Es besteht Lebensgefahr!
  • Bei hoher Belastung können sich die Leistungstransistoren stark erwärmen. Vorsicht bei Berührung! Verbrennungsgefahr!
  • Das Modul ist kein Spielzeug! Halten Sie das Gerät von Kindern fern.
  • Verwenden Sie das Modul nicht, wenn es beschädigt ist.
  • Betreiben Sie das Modul nicht in einer Umgebung, in welcher brennbare Gase, Dämpfe oder Staub vorhanden sind.
  • Durch Übertragungsfehler der Fernsteuerung oder durch Firmware-/Hardwarefehler im Modul können fehlerhafte Schaltfunktionen niemals vollständig ausgeschlossen werden. Betreiben Sie das Modul und Ihr Funktionsmodell stets so, dass durch solche Fehlschaltungen keine Gefährdung für Sie oder Dritte entstehen kann.

Bestimmungsgemäße Verwendung

Die bestimmungsgemäße Verwendung des Moduls ist das Schalten von ohmschen Lasten im Bereich des RC-Funktionsmodellbaus mit einer max. Stromaufnahme von 2 A an einer max. Spannung von 24 V.

Der Anschluss des Moduls erfolgt an einem Fernsteuerempfänger.

Produktbeschreibung

Der 8-Kanal Multiswitch Decoder wird am Fernsteuerempfänger angeschlossen und schaltet über einen Schalt- oder Proportionalkanal der Fernsteuerung acht verschiedene Verbraucher (Glühlampen, LED, Sirene, kleine Elektromotoren, ...) unabhängig voneinander ein- oder aus. Voraussetzung für den Betrieb ist ein passender 8-Kanal Multiswitch Encoder im Fernsteuersender:

  • cp-elektronik 8-Kanal Multiswitch Encoder
  • cp-elektronik 16-Kanal Multiswitch Encoder (es lassen sich nur acht Kanäle schalten)
  • Futaba Encoder F1511

Es wird nur die Betriebsart PPM unterstützt.

Anschluss

Achtung

Bitte achten Sie beim Anschluss unbedingt auf die richtige Polung!

Anschluss des Decoders
Anschluss des Decoders

Anschluss am Empfänger

Das Modul wird mit einem 3-pol. Servokabel am Empfänger angeschlossen.

Der Empfängeranschluss ist doppelt ausgeführt. Es kann sowohl ein Servokabel mit blanken Enden eingelötet als auch ein 3-pol. Patchkabel (mit beidseitigem 3-pol. Stecker im 2,54 mm Rastermaß) angesteckt werden (empfohlen). Geeignete Patchkabel sind als Zubehör bei cp-elektronik.de erhältlich.

Je nach verwendetem Anschlusskabel kann die Farbgebung abweichen:

System Impuls Pluspol Minuspol
Graupner orange rot braun
robbe/Futaba weiß rot schwarz

Anschluss der Verbraucher und der externen Versorgung

Hinweis

Testen Sie eine Verkabelung im Modell zunächst am Besten mit einem Labornetzgerät mit Strombegrenzung oder OCP (Over Current Protection) und erst dann mit einem Akku. Falls kein Labornetzgerät zur Verfügung steht, schalten Sie bitte zum Test eine Sicherung (1 ... 2 A, flink) in den Stromkreis.

Der Anschluss der Verbraucher erfolgt über Stiftleisten im 2,54 mm Rastermaß. Passende 2-pol. Anschlusskabel sind bei cp-elektronik.de erhältlich.

Die Verbraucher werden nach Minus durchgeschaltet und haben alle einen gemeinsamen Pluspol. Sie werden aus einer externen Spannungsquelle (6 V bis 24 V) versorgt, die auf der Leiterplatte über eine Schraubklemme angeschlossen wird.

maximale Belastbarkeit

Der maximale Strom pro Schaltfunktion beträgt 2 A. Die Gesamtbelastung des Moduls bei mehreren eingeschalteten Verbrauchern darf 5 A nicht überschreiten. Bei Überschreitung dieser Werte wird das Modul beschädigt!

Falls höhere Ströme zu schalten sind, ist die Verwendung eines Relais-Moduls zu empfehlen. Mit dem Relais-Modul Art.-Nr. MOD-012 können Ströme bis 16 A geschaltet werden.

Beim Anschluss induktiver Lasten (z.B. Elektromotoren) ist auf eine ausreichende Funkentstörung zu achten. Zum Schutz der Ausgangsstufe sind induktive Lasten (Elektromotoren, Relais) über eine Freilaufdiode zu betreiben. Auch hier darf die maximale Stromaufnahme von 2 A nicht überschritten werden.

Freilaufdiode bei induktiven Lasten
Anschluss eines Motors mit Freilaufdiode und Entstörung

Montage im Modell

Warnung

Schützen Sie das Modul vor Feuchtigkeit und Spritzwasser. Durch Feuchtigkeit kann es zu Fehlfunktionen kommen.

Das Modul kann mit vier M3 Schrauben und Distanzhülsen auf einem Modulträger im Modell befestigt werden. Ein geeigneter Befestigungssatz ist bei cp-elektronik.de erhältlich (Art.-Nr. FIT-001).

Inbetriebnahme

Verbinden Sie den Decoder mit dem Empfänger und schalten Sie die Stromversorgung des Empfängers ein. Der Sender bleibt zunächst ausgeschaltet. Die rote LED sollte nun leuchten und anzeigen, dass kein gültiges Signal empfangen wird (falls der Empfänger nicht über ein Fail-Save verfügt).

Schalten Sie nun den Sender ein. Die rote LED sollte verlöschen, und mit den Schaltern des Encoders sollten sich alle Kanäle schalten lassen.

Im Allgemeinen sollten Sie immer zuerst den Sender, dann den Empfänger einschalten.

bei Verwendung des Futaba Encoders F1511

Bei den FC-Sendertypen muss der verwendete Kanal im Menü des Senders auf MULTI und auf Servo-Reverse (REV) eingestellt sein. Beachten Sie hierzu auch die Anweisungen zum Betrieb mit einem Multiswitch-Modul im Handbuch zu Ihrem Sender.

Setup

Setup der Impulslängen

Dieser Schritt ist optional und sollte nur durchgeführt werden, wenn die Inbetriebnahme nicht fehlerfrei ausgeführt werden konnte.

Die Impulslängen, welche die Funktionen Schalter ein oder Synchronisation kodieren, können bei verschiedenen Sendertypen leicht voneinander abweichen. Während des Impulslängensetup wird die maximale und die minimale Impulslänge vom Decoder gemessen und im EEPROM abgespeichert. Daten, die im EEPROM des Mikrocontrollers gespeichert werden, bleiben auch nach Ausschalten der Versorgungsspannung erhalten und sind damit dauerhaft gespeichert. Durch eine Wiederholung der Setup-Prozedur können neue Werte gespeichert werden, die alten Daten werden dabei überschrieben.

  1. Ausgangszustand: Empfänger bzw. Decoder ist ausgeschaltet
  2. Dieser Schritt hängt vom Encoder ab:

    • cp-elektronik Encoder: am Encoder mindestens einen der 8 Schaltfunktionen einschalten, d.h. einen der 4 Schalter nach oben oder unten schalten und dort geschaltet lassen (dafür am Besten einen Schalter mit Rastfunktion wählen) oder
    • F1511-Encoder: alle Schalter befinden sich in Position Aus (Mittelstellung bzw. untere Rastposition)
  3. Sender einschalten

  4. am Decoder die Steckbrücke auf die Stiftleiste SET2 aufstecken.
  5. Empfänger einschalten
  6. die rote LED darf nicht aufleuchten, sonst werden keine gültigen Impulse festgestellt. In den folgenden ca. 5 Sekunden werden die minimale und maximale Impulslänge gemessen und im EEPROM des Controllers dauerhaft gespeichert.
  7. nach ca. 5 Sekunden beginnt die rote LED zu blinken, das Setup ist beendet.
  8. Empfänger ausschalten
  9. mindestens 30 s warten (die Kondensatoren müssen sich vollständig entladen)
  10. die Steckbrücke SET2 wieder entfernen
  11. Empfänger einschalten und Schaltfunktion überprüfen.

Die Einstellungen des Impulslängensetup bleiben bis zur Durchführung eines neuen Setup gespeichert.

Setup der Memory-Kanäle

Eine Memory-Funktion auf einem Kanal bedeutet, dass der Kanal sich bei der ersten Betätigung ein-, und erst bei der zweiten Betätigung wieder ausschaltet. Auf diese Weise können auch die beiden Kanäle, die einem Schalter zugeordnet sind, gleichzeitig eingeschaltet sein. Um festlegen zu können, welche Kanäle eine Memory-Funktion haben sollen, gibt es den Memory-Setup Modus.

Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Empfänger ausschalten
  2. Sender einschalten
  3. die Steckbrücke SET1 auf die Stiftleiste aufstecken
  4. Empfänger einschalten
  5. Alle Kanäle, die eine Memory-Funktion haben sollen, werden nun am Sender eingeschaltet. Die grünen Schaltkontroll-LEDs leuchten auf. Dieser Vorgang muss nach ca. 30 s abgeschlossen sein. (Damit auch zwei Kanäle eines Schalters gleichzeitig eingeschaltet werden können, verfügen alle Kanäle für die Dauer des Setup über eine Memory-Funktion.)
  6. Nach ca. 30 Sekunden blinkt die rote LED. Der Setup-Modus ist damit beendet. Alle Kanäle, die zu diesem Zeitpunkt eingeschaltet sind haben nun eine Memory-Funktion
  7. Empfänger ausschalten, mindestens 30 Sekunden warten.
  8. Steckbrücke auf SET1 wieder entfernen

Falls Sie auf keinem der Kanäle eine Memory-Funktion wünschen, lassen Sie im Setup- Modus alle Kanäle ausgeschaltet und warten, bis die rote LED blinkt. Schalten Sie die Empfänger-Stromversorgung ab, warten Sie ca. 30 Sekunden und entfernen dann die Steckbrücke SET1 wieder. Die Einstellungen bleiben bis zur Durchführung eines neuen Setup gespeichert. Das Memory-Setup kann beliebig oft wiederholt werden.

Störung und Reparatur

Ein dauerhaftes Aufleuchten der roten LED signalisiert fehlerhafte Empfängerimpulse und deutet auf Empfangsstörungen oder einen ausgeschalteten Sender. Überprüfen Sie ggf. den richtigen Anschluss am Empfänger und den richtigen Anschluss des Servokabels.

Lassen sich die Kanäle nicht schalten, kann die Ursache auch senderseitig am Encoder oder an einem nicht kompatiblen Übertragungsprotokoll liegen.

Reparieren Sie das Modul nur, wenn Sie über ausreichende Fachkenntnisse verfügen. Falls Sie Ersatzteile oder Hilfe bei einer Reparatur benötigen, wenden Sie sich bitte an cp-elektronik.de.

Technische Daten

8K Multiswitch Decoder
Abmessungen 44 mm x 38 mm
Betriebsspannung (Empfänger) 4,8 ... 8,4 V
Spannung ext. Versorgung 6 V - 24 V
max. Strom pro Kanal 2 A
max. Ausgangsstrom 5 A
max. Stromaufnahme aus Empfänger 80 mA
Gewicht 11 g

Kontakt

Claus Poltermann
Plankensteinweg 2
85435 Erding
Tel.: 08122 868 27 99
Web: https://cp-elektronik.de
e-Mail: info@cp-elektronik.de

Entsorgung

durchgestrichene Mülltonne

Elektro- und Elektronikgeräte, die unter das ElektroG fallen dürfen nicht über den Restmüll entsorgt werden, sondern können kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen (z.B. Wertstoffhöfen) abgegeben werden.